OÖ Landesverband für Bienenzucht
Neu Onlinekurs: Wabenhonig – Erfolgreich produzieren & vermarkten
Porträt · Entstehungsgeschichte

Die Wabe bleibt,
wie die Biene sie baute.

Wie ein Berufsimker aus Jena und eine Tischlerei aus Österreich den Wabenhonig neu erfanden – und warum ihr System jetzt im Bienenladen zu haben ist.

Porträt Lutz Eggert

Lutz Eggert

Berufsimker · Königinnenzüchter · Entwickler
Jahrgang 1971 Jena, Deutschland Berufsimker seit 2008 Apimondia-Auszeichnung 2022

Manche Ideen entstehen am Schreibtisch. Diese entstand am Bienenstand – bei einem Imker, der irgendwann genug davon hatte, dass Wabenhonig in der Realität selten so aussieht, wie er in Hochglanzmagazinen abgebildet wird.

— Kapitel I —

Ein Imker, der nicht weniger, sondern besser wollte.

Lutz Eggert ist seit 2008 Berufsimker, seit 2010 widmet er sich mit fast schon akademischer Besessenheit der Königinnenzucht. Von Jena aus betreut er Berufsimkereien mit mehreren tausend Völkern in Österreich, Italien, der Schweiz und Dänemark. Zusammen mit ihnen zieht er bis zu 4.000 Königinnen seiner eigenen Genetik pro Jahr auf – Buckfast-Linien, selektiert auf Vitalität, Sanftmut und Varroa-Resilienz.

Seine Selektionsphilosophie ist kompromisslos: Bienen, die sich selbst helfen können, brauchen weniger Medikamente. Für seinen „Weimarer Nadelstempel" – den Pin-Test zur Messung der Bruthygiene – erhielt er auf der Apimondia 2022 in der Challenge „Best Innovation" eine Auszeichnung. Weltweit nutzen Züchter heute dieses Werkzeug.

„Die Biene braucht keinen Trick. Sie braucht die richtige Wohnung."

— Kapitel II —

Das Ärgernis mit dem Wabenhonig.

Wabenhonig – das ursprünglichste Honigprodukt überhaupt. Direkt aus der Wabe, unbehandelt, unverfälscht, in seiner reinsten Form. Premium-Kunden zahlen 35 bis 60 Euro pro Kilogramm. Eigentlich ein Traumprodukt für jede Imkerei.

Eigentlich. Denn wer es einmal versucht hat, kennt das Drama: Die Bienen bauen krumm. Überbauten verbinden die Sektionen zu einem unauflöslichen Klumpen. Propolis verkittet alles, was sich verkitten lässt. Am Ende sind die Hälfte der Rähmchen nur bedingt verkäuflich – und der Nerv des Imkers ebenfalls.

Lutz Eggert wollte das ändern. Nicht mit einem kleinen Kniff, sondern mit einem System, das von Anfang an auf den eigentlichen Produzenten Rücksicht nimmt: auf das Bienenvolk selbst.

— Kapitel III —

Als ein Berufsimker auf eine Tischlerei traf.

2024 begann die Zusammenarbeit zwischen Lutz Eggert und Bienen Janisch im oststeirischen Hartl – einem Familienbetrieb, der seit Jahren für seine kompromisslose Holzqualität und präzise Beutentechnik bekannt ist. Eggerts Praxiswissen aus tausenden Völkern traf auf Janischs Handwerk. Aus Skizzen wurden Prototypen. Aus Prototypen wurde ein durchdachtes Produktionssystem.

Das Ergebnis ist eine Wabenhonig-Zarge, die zwei simpel klingende, aber selten konsequent umgesetzte Prinzipien verfolgt:

Genug Bienendruck, damit die Waben sauber ausgebaut werden.
Kein ungenutzter Raum, den die Bienen beheizen müssen.

40 kleine 10×10-cm-Rähmchen pro Zarge. Seitliche Distanzkeile, die die Rähmchen eng zusammenpressen – keine Überbauten, kein Wildbau. Mittelwandstreifen als Startlinie – kein Schiefbau. Die Zarge exakt auf das Rähmchenmaß zugeschnitten – keine Energieverschwendung für das Volk.

Das Design ist beim Deutschen Patent- und Markenamt geschützt. Erhältlich für nahezu alle gängigen Beutensysteme: Segeberger Deutsch-Normal, Zander Liebig, Dadant Blatt, Dadant US, Langstroth und andere.

Das System auf einen Blick

Rähmchen
40 Stück · 10×10 cm
Ertrag pro Rähmchen
190–250 g
Verkaufspreis Wabenhonig
35–60 €/kg
Designschutz
DPMA-geschützt
Verarbeitung
Kein Schleudern nötig
Verfügbare Maße
Segeberger, Zander, Dadant u. a.
— Kapitel IV —

Warum wir dieses System führen.

Der OÖ Landesverband für Bienenzucht und sein Bienenladen haben einen Anspruch: Imkerinnen und Imkern Werkzeuge an die Hand zu geben, die von Praktikern für Praktiker entwickelt wurden. Keine Gimmicks. Keine Modeerscheinungen. Produkte, die funktionieren – und die man auch in zehn Jahren noch guten Gewissens weitergeben kann.

Das Eggert-Janisch-Wabenhonigsystem erfüllt genau diesen Anspruch. Es ist die Antwort eines Berufsimkers auf ein altes Problem, präzise gefertigt von einem Tischlerbetrieb, der weiß, was eine Beute aushalten muss. Ein Produkt mit Handschrift – und mit dem Versprechen, aus deinem Honig ein Premiumprodukt zu machen, das sich sichtbar vom Schleuderhonig abhebt.

Für Direktvermarkter, Hofläden, Marktstände. Für Imker, die wissen, dass der Unterschied nicht im Marketing liegt, sondern in dem, was tatsächlich im Glas – oder in diesem Fall: in der Wabe – steckt.

Die Wabe. Wie sie gedacht ist.

Jetzt im Bienenladen verfügbar – in allen gängigen Beutenmaßen.

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Ein Produkt aus der Zusammenarbeit von Lutz Eggert (Jena) und Bienen Janisch (Hartl, Steiermark) · Geführt vom Bienenladen des OÖ Landesverbandes für Bienenzucht